Gründung und Arbeit der Umwelt-Bibliothek
Aus christlicher Verantwortung für die Schöpfung: Vorschlag des Friedens- und Umweltkreises der Pfarr- und Glaubensgemeinde Berlin-Lichtenberg zur
Einrichtung einer Umweltbibliothek. Nach langer Suche findet die Gruppe Räume in der Zionskirchgemeinde und nimmt im September 1986 ihre Arbeit auf.
Veranstaltungsplakat „Öko-Art“: Ankündigung einer Öko-Vernissage von Rainer Zabka in der Umwelt-Bibliothek Berlin am 25. Februar 1987.
Veranstaltungsplakat „Ost-Berlin – die andere Seite einer Stadt“: Ankündigung einer Vernissage mit Lutz Rathenow und Fotos von Harald Hauswald
am 24. Mai 1987 in der Galerie der Umwelt-Bibliothek Berlin.
Mitinitiator und Herausgeber der Umweltblätter Wolfgang Rüddenklau, hier beim Sortieren und Heften einer neuen Ausgabe am 25. Juni 1987.
Mit versteckter Kamera wird Christian Halbrock, Mitglied der Umwelt-Bibliothek, von der Stasi observiert.
Eine Collage der staatlichen Überwachung: Foto-Dokumentation der Stasi über die Mitglieder der Umwelt-Bibliothek.
Ein Ort des organisierten Widerstands, der Hoffnung und der Ermutigung: die Zionskirche im Ostberliner Bezirk Prenzlauer Berg. In den Kellerräumen
des angrenzenden Gemeindehauses findet die Umwelt-Bibliothek Platz und Schutz für ihre Arbeit.
Er hilft und beschützt: Hans Simon, der mutige Pfarrer der Berliner Zionskirche.
Eröffnung der UB-Galerie am 22. April 1987.
Eröffnung der Ausstellung „Zerfallserscheinungen“ von Eckerhard Ruthenberg über Jüdische Friedhöfe in der DDR.
Sarah Jasinszcak beim Bibliotheksdienst in der Umwelt-Bibliothek (Mai 1988).
Geschützte Literatur: Bibliotheksraum der Umwelt-Bibliothek.
Versammlung der Mitglieder der Umwelt-Bibliothek im Bibliotheksraum (Ende 1987).
Treffen in Prag: Mitglieder der Umwelt-Bibliothek (v.l.n.r.: 1. Andreas Kalk, 2. Sarah Jasinczczak, 5. Dorit Krusche) zusammen mit Vertretern der
Westberliner Unterstützergruppe (3. Brigitte Gehrke, 4. der im Frühjahr 1988 nach West-Berlin übergesiedelte Bert Schlegel) am 31. Dezember 1988.
Innerkirchliche Information im Juli 1989: Die Umwelt-Bibliothek gibt seit 1986 die Umweltblätter heraus (zunächst unter dem Titel
Umwelt-Bibliothek). Insgesamt erscheinen bis 1989 32 Ausgaben, die eine Auflage bis zu 4.000 Stück erzielen. Maßgeblich an der Herausgabe beteiligt ist Wolfgang Rüddenklau. Die Umweltblätter zählen zu den bekanntesten und profiliertesten Samisdat-Zeitschriften in der DDR. Seit November 1989 heißt die Zeitschrift telegraph.
Das Veranstaltungsprogramm der Umwelt-Bibliothek, abgedruckt in den Umweltblättern Juni 1987.
Wolfgang Rüddenklau und Uta Ihlow in der Galerie der Umwelt-Bibliothek.
Mai 1988: Uta Ihlow schreibt die Matrizen für den Druck der Umweltblätter.