Hippies in der DDR
Der sogenannte Penner- oder Hirschbeutel gehört Anfang der 1980er Jahre in der Tramperszene zum unerlässlichen Outfit. Er wird aus dekorativen
Wandschonern und Kissenbezügen hergestellt, die man bei Oma auf dem Sofa findet. Er weist malerische Naturmotive auf, gerne auch den röhrenden Hirsch.
Fotodokumentation des MfS über Tramper beim Tanzmusikfest in Plauen Mitte der 1970er Jahre.
Fotodokumentation des MfS über Tramper beim Tanzmusikfest in Plauen Mitte der 1970er Jahre.
Fotodokumentation des MfS über Tramper beim Tanzmusikfest in Plauen Mitte der 1970er Jahre.
Visitenkarte von Manfred Rinke, der in der Tramperszene als „Kiste“ bekannt ist. Seine Wohnung in Dresden ist Anlaufstelle für Blueser aus der
ganzen Republik. Manfred Rinke arbeitet aber auch als IM „Raffelt“ für die Stasi. Er berichtet jahrelang über alle Details aus der Szene.
Jugendliche Tramper auf dem Magdeburger Domplatz im Mai 1982.
Ein beliebter Treffpunkt für Tramper ist der Karneval in Wasungen (hier in den 1980er Jahren).
Die unter den Kunden sehr populäre Bluesband Uller aus Jena bei ihrer jährlichen Tour an die Ostsee, 1977.
Ein einsamer Tramper an der Rostocker Autobahn.
Anfang der 1970er Jahre organisieren die Kunden ein Fußballturnier in Dresden. Als 5. v. l.: Manfred Rinke, der als IM „Raffelt“ jahrelang für
die Stasi spitzelt.
Anfang der 1970er Jahre organisieren die Kunden ein Fußballturnier in Dresden.
Anfang der 1970er Jahre organisieren die Kunden ein Fußballturnier in Dresden.
Anfang der 1970er Jahre organisieren die Kunden ein Fußballturnier in Dresden. Als 1. v. l.: Manfred Rinke, der als IM „Raffelt“ jahrelang für
die Stasi spitzelt.
Tonbandabschrift eines Berichts von Manfred Rinke, der die Stasi als IM „Raffelt“ jahrelang über alle Details der Tramperszene unterrichtet, 3.
August 1973.
Tonbandabschrift eines Berichts von Manfred Rinke, der die Stasi als IM „Raffelt“ jahrelang über alle Details der Tramperszene unterrichtet, 12.
November 1975.
Tonbandabschrift eines Berichts von Manfred Rinke, der die Stasi als IM „Raffelt“ jahrelang über alle Details der Tramperszene unterrichtet, 12
November 1975.
Die unerlässlichen Tramperutensilien der ostdeutschen Hippies.
Ein Kundenbuch (offiziell: „Der Kunde hat das Wort“) liegt in der DDR in jedem Geschäft und in jeder Gaststätte aus. Darin können Kunden
Beschwerden und Kritik formulieren. Das abgebildete Buch haben „Kunden“ aus Jena zwischen April 1976 und Februar 1982 geführt. Darin tragen sie Aphorismen, Gedichte, Bilder oder Karikaturen ein, mit denen sie ihr Kunden-Dasein auf zumeist witzige Art und Weise zum Ausdruck bringen.
Diese Kundenbuch-Seite zeigt den Eintrag von Doris Hardekopf und Klaus-Dieter Siegel vom 15. April 1976.
Diese Kundenbuch-Seite zeigt den Eintrag von Thomas Kretschmer und Bernd Markert vom 17. April 1976.
Aus der ganzen DDR trampen 1975 etwa 2.000 langhaarige Kuttenträger zum dritten Blues- und Rock-Open-Air in die kleine thüringische Gemeinde
Wandersleben. Der Staatsmacht ist dieses Festival schon lange ein Dorn im Auge. Mit der fadenscheinigen Begründung, die anreisenden Tramper würden den Transitverkehr auf der nahe gelegenen Autobahn A 4 gefährden, wird das Bluesfestival verboten.
Etwa 2.500 langhaarige Kuttenträger kommen 1976 zur 1000-Jahrfeier in die Thüringische Kleinstadt Altenburg. Auf einen solchen Ansturm sind weder
die Stadt noch die Ordnungshüter eingestellt. Die Jugendlichen lagern zu Hunderten in den Stadtparks, baden nackt im Schlossteich und schlafen öffentlich ihren Rausch aus. Tramper in Altenburg auf dem Markt.
Den Daumen in den Wind und los! Tramper an der Landstraße.