Proteste im ganzen Land
„Feindlich-negative Vorkommnisse“: Statistik der Staatssicherheit über Proteste im Zusammenhang mit der Ausbürgerung Wolf Biermanns (15.
Dezember 1976).
Nervöse Lauschaktion: Bericht der Staatssicherheit vom 30. November 1976 über Meinungen zur Biermann-Ausbürgerung an der Hochschule für Ökonomie
in Berlin.
Unbekannte haben in der Pankower Binzstraße eine Losung gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns an eine Haustür geschrieben.
Mit einer schwarzen Armbinde protestiert ein 22-jähriger in Pausa (Thüringen) gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann.
"Laßt Biermann rein!" In Pausa protestiert ein Jugendlicher mit einer selbstgefertigten Armbinde gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann.
In Magdeburg hören sich Jugendliche das Biermann-Konzert an und solidarisieren sich mit ihm.
In einer Lehrwerkstatt in Teltow werden Flugblätter gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns gefunden.
Auch im Norden der DDR entwickelt sich Protest gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann.
Damit hat die Stasi nicht gerechnet: In der ganzen DDR kursieren Tonbandaufzeichnungen von Biermanns Konzert in Köln, so auch unter Studenten in
Merseburg.