Totalverweigerer
Detlef Pump (2. von links) im Juni 1976 mit Freunden auf einer Wanderung ins Umland Jenas. Rechts von ihm sitzen Uwe Behr und Thomas Auerbach. Beide
werden wenige Monate später ins Gefängnis gesteckt, weil sie gegen die Ausbürgerung Biermanns protestiert haben.
Detlef Pump verweigert den Wehrdienst aus politischen Gründen und wird für zwei Jahre inhaftiert. Das Foto zeigt ihn am 1. Mai 1977 bei einer
Wanderung mit Freunden zur Lutherkanzel bei Jena.
Am 8. März 1977 schreibt Detlef Pump dem Wehrkreiskommando, dass er aus politischen Gründen den Wehrdienst verweigert.
Anzeige gegen Detlef Pump vom 4. Mai 1978 und die Mitteilung seiner Festnahme am Tag zuvor.
Schwere Zuchthausarbeit: Neben dem Gleisbau müssen inhaftierte Wehrdienstverweigerer auch Ton abbauen. Im Bild: eine Tongrube auf der Insel Rügen.
Stumme Zeugen des Unrechts: Verfallene Gebäude einer ehemaligen Haftanstalt für Wehrdienst-Totalverweigerer. Aufnahme aus den 1990er Jahren.
„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“ – Detlef Pump als lebendes Zitat, aufgenommen 1980 kurz nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis.
Am 3. Mai 1990 demonstrieren etwa 200 junge Männer und Frauen für die Abschaffung der Wehrpflicht, für eine DDR ohne Armee und ein
entmilitarisiertes Deutschland.
Detlef Pump verweigert den Wehrdienst aus politischen Gründen und wird für zwei Jahre inhaftiert. Eintrag von Detlef Pump in das „Kundenbuch“,
April 1976. Sie nennen sich Tramper, Blueser oder Kunden und sind die ostdeutsche Variante der Blumenkinder. Sie versuchen, der spießbürgerlichen Enge des DDR-Alltags zuentkommen. Im „Kundenbuch“ von Hans Helmut Kurztragen sie Texte und Gedichte ein und bringen so ihr Selbstverständnis zum Ausdruck.