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Befehlsverweigerung in der NVA

Befehlsverweigerung in der NVA Abschrift

NVA erfüllt ihre Klassenpflicht
Von Oberstleutnant Rolf Schleicher

Die schnelle und entschiedene militärische Hilfe der sozialistischen Bruderländer
hat das Komplott der Konterrevolution zunichte gemacht, das die ČSSR aus der sozialistischen
Völkerfamilie herausbrechen sollte.
Die Werktätigen der DDR empfinden berechtigten Stolz darüber, dass die an der Seite der Sowjetarmee,
der Bruderarmeen aus der VR Polen, der Ungarischen VR und der Volksrepublik Bulgarien eingesetzten
Einheiten und Truppenteile der NVA gewissenhaft ihre militärische Pflicht erfüllend, in eine entscheidende
Klassenschlacht eingegriffen haben.
In welchem Geist die jungen Soldaten unseres sozialistischen Staates ihren Auftrag verwirklichen,
charakterisieren diese Worte des Oberfeldwebels Meinert: "Die sozialistischen Errungenschaften in der ČSSR sind
mir ebenso teuer wie die unsrigen in der DDR. Niemals wird es den Globalstrategen und ihren Helfershelfern gelingen,
zwischen Böhmerwald und Hoher Tatra das Rad der Geschichte zurückzudrehen."
Unsere Armeeangehörigen haben in diesen Wochen eine große Bewährungsprobe auf ihre zuvor erworbene volle
Gefechtsbereitschaft, hohe Disziplin und revolutionäre Wachsamkeit abgelegt.
SIe haben sich in der Tat als Klassenkämpfer und Internationalisten erwiesen.
Das drückt sich auch darin aus, dass viele von ihnen gerade in den beiden vergangenen Wochen den Weg zur
Partei der Arbeiterklasse fanden. Unteroffiziersschüler Rainer Schröter begründete seinen Aufnahmeantrag so:
"Die Ereignisse in der ČSSR haben mir vollends klargemacht, wo mein Platz ist. Die Feinde des Sozialismus
sind auch meine Feinde. Ihnen gilt mein ganzer Hass. Die Ziele der Partei - das sind auch meine Ziele:
Aufbau einer menschenwürdigen Ordnung, ihr zuverlässiger Schutz vor allen Anschlägen unserer Feinde."
Aufmerksam verfolgen die Soldaten der NVA die Bemühungen der tschechoslowakischen Genossen, die Lage im Lande
gegen die noch anhaltenden Umtriebe der Konterrevolution zu stabilisieren und alle dem Sozialismus treu ergebenen
Kräfte des Volkes zu stärken. Sie wissen aber auch: An der Front des Klassenkampfes stehen sich nicht nur die sozialistischen
Armeen und die konterrevolutionären Kräfte in der ČSSR gegenüber. Die Ereignisse in unserem Bruderland sind keine isolierten Vorgänge. Der Hauptfeind ist und bleibt der westdeutsche Imperialismus. Ihn werden sie keine Sekunde aus den Augen verlieren. Die Ereignisse in den letzten Wochen bestätigten nachdrücklich, dass der Imperialismus den psychologischen Krieg forciert, neue ravanchistische Provokationen organisiert und beschleunigt die militärische Aggression vorbereitet.
Das gemeinsame Handeln der Bruderarmeen gegen die konterrevolutionären Kräfte hat dem Buch der Waffenbrpüderschaft
ein gewichtiges Kapitel hinzugefügt. Erneut wurde in diesen Tagen offenkundig: An der Seite der Sowjetunion und der
Sowjetarmee zu kämpfen heißt, an der Seite des Siegers zu stehen.
Und noch eine Erkenntnis fanden die Armeeangehörigen bestätigt: Die sicherste Garantie für weitere Siege im Klassenkampf,
für die Festigung des Friedens in Europa ist die Einheit und Geschlossenheit der sozialistischen Staaten. Die vereinten
Anstrengungen unserer Staaten und ihrer Armeen, der gemeinsame Kampf gegen die konterrevolutionären Kräfte
drücken die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit des gegenseitigen Beistandes und der solidarischen sozialistischen Hilfe aus.
Eine glatte Lüge: Die SED-Führung lässt über ihre Massenmedien verbreiten, dass auch die NVA in die ČSSR einmarschiert ist. Im Bild: ein Artikel im Neuen Deutschland vom 4. September 1968. (© Robert-Havemann-Gesellschaft / RHG_Fak_0548)