Es wird gebrüllt und verhöhnt, die Eltern der Angeklagten werden beschimpft.
„Am nächsten Tag“, so Gerd Resag, „beantragte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer plötzlich die Todesstrafe für Michael Gartenschläger und mich! Wir haben geguckt, als seien wir im falschen Film: Die Todesstrafe, weil wir Parolen an Wände geschmiert und eine Scheune abgefackelt hatten?
DEUTSCHE LEHRERZEITUNG v. 19.9.1961
Strausberg: Hohe Zuchtstrafen für die konterrevolutionäre Gruppe Resag, Gartenschläger, Lehmann, Riediger, Höpfner (von rechts nach links)
Vom RIAS-Hörer und Herold-Fan zum Staatsverbrecher
sie im RIAS, im Westwochenschau-Fernsehen gehört und gesehen hatte, lange, bis die mitgenommene Farbe verbraucht war. Das Glas wurde dann von außen bepinselt, daß keine Fingerabdrücke zu sehen waren.
Am nächsten Morgen traf sich die Gruppe wieder und konstatierte, daß das Bisherige keine besondere Aufregung verursacht hatte. Man muß mehr tun, Man muß Großes vollbringen, die die Regierung zwingenden Maßnahmen des 13. August rückgängig zu machen. Das paßt nicht nur zur Konzeption, das ist die Konzeption der Brandt, Adenauer, Lemmer. Die warteten doch nur darauf, daß sie einen Grund zum „Befreien“ fanden. Resag erzählt von der Brandstiftung im Zentralviehhof, vom Brand in der Humboldt-Universität. Und ähnlich der Beschluß der jungen Verbrecher.
Am Abend des 16. geht eine mit Stroh und Heu gefüllte Scheune in Wilkendorf in Flammen auf. Raffiniert vorbereitet, ganz nach den in vielen Schmökern und Filmen gesehenen Rezepten. Schaden: 50 000 Mark. Unruhe unter der Bevölkerung.
„geistigen Heimat“, dort fühlten sie sich zu Haus.
und Horror schlucken die Presley-, Herold- und sonstigen Jünger auch die Hetze gegen...
Und wegen dieser „Freiheit“ beschloß man, auf einem Schulfest in Neuenhagen...