Studenten im Widerstand
Die drei 21-jährigen Studenten der Technischen Hochschule Ilmenau Rolf Schubert, Dietrich Lanzrath und Jürgen Maack knüpfen Kontakte zu Mitgliedern
der Jugendorganisation Die Falken in West-Berlin. Regelmäßig nehmen sie Mitte der 1950er Jahre an Treffen in West-Berlin teil. Daraufhin werden sie im Oktober 1957 zu Zuchthausstrafen verurteilt. Man wirft ihnen vor, am Tage X an einem Putsch gegen die DDR teilnehmen zu wollen. Anlass dieser Festnahmen: Zwei der drei Studenten reißen am 1. Mai in angetrunkenem Zustand auf der Straße Fähnchen und SED-Losungen ab. Im Bild: das Porträt von Rolf Schubert.
Porträt von Dietrich Lanzrath.
Porträt von Jürgen Maack.
Prozess gegen drei 21-jährige Studenten aus Ilmenau, die beschuldigt werden, im Auftrag Westberliner Jugendorganisationen eine Hetzkampagne gegen die
DDR geführt zu haben.
Prozess gegen drei 21-jährige Studenten aus Ilmenau. Rolf Schubert wird als Anführer einer „staatsfeindlichen Gruppierung“ zu einer
Gefängnisstrafe von vier Jahren verurteilt. Dietrich Lanzrath muss drei Jahre und sechs Monate, Jürgen Maak zwei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis.
Um weiterhin in den Semesterferien Verwandte und Bekannte in Westdeutschland besuchen zu können, richten Studenten der
Friedrich-Schiller-Universität Jena 1957 eine Petition an den Rektor ihrer Universität. Mitglieder des Eisenberger Kreises unterstützen diese Petition, sind aber nicht die Autoren. Das MfS benutzt dieses Schreiben trotzdem als strafverschärfendes Beweismittel gegen die Mitglieder des Eisenberger Kreises.