Hermann Joseph Flade
Spontaner Widerstand: Der 18-jährige Oberschüler Hermann Joseph Flade entschließt sich, ganz allein gegen die Scheinwahlen vom 15. Oktober 1950 zu
protestieren. Mittels eines Schüler-Druckkastens entwirft er Flugblätter und verteilt sie kurz vor den Wahlen in seiner sächsischen Heimatstadt Olbernhau.
Für die Herstellung seiner Flugblätter verwendet Hermann Joseph Flade auch die Rückseite dieses offiziellen Wahlplakats.
Mit diesen Druckbuchstaben fertigt Hermann Joseph Flade etwa 200 Flugblätter gegen die Volkskammerwahlen vom 15. Oktober 1950 an.
Keine Chance für Hermann Joseph Flade: Die Polizei macht aus der Abwehraktion mit dem Taschenmesser einen Mordversuch an einem Volkspolizisten und
fahndet mit diesem Plakat nach dem Schüler. Zwei Tage nach der Aktion wird er verhaftet.
Der Haftbefehl gegen Hermann Joseph Flade, Oktober 1950.
Ein Flugblatt, das nach der Verhaftung Hermann Joseph Flades in Olbernhau verteilt wurde.
Vom Schmerz gezeichnet: Foto aus der Haftakte von Hermann Joseph Flade im Zuchthaus Waldheim.
Luftaufnahme vom Zuchthaus Waldheim Anfang der 1950er Jahre.
Diese Aufnahme zeigt Hermann Joseph Flade bei seiner Arbeit in der Krankenstation des Zuchthauses Waldheim (circa 1958).
F steht auch für Flade: Flugblatt gegen die Inhaftierung Hermann Joseph Flades. Es wird im Januar 1951 in der SAG Wismut angebracht.
Flugblatt gegen die Inhaftierung Hermann Joseph Flades, Dresden, Januar 1951.
Flugblatt gegen die Inhaftierung Hermann Joseph Flades, Dresden, Januar 1951.
Im Mai 1957 ist Hermann Joseph Flade schon fast sieben Jahre im Gefängnis. Im Bild: Programm einer Veranstaltung Westberliner Jugendorganisationen
zur Unterstützung des Inhaftierten.
Meldung einer westdeutschen Zeitung über die Ablehnung eines Gnadengesuchs für den in der Haft erkrankten Hermann Joseph Flade, 6. November 1957.
Bericht über den Druck der Staatssicherheit auf die Familie von Hermann Joseph Flade, 29. März 1957.
Zeitungsbericht über Hermann Joseph Flade, Oktober 1960.