Todesurteile in Werder
Klassenfoto der 9. Klasse der Carl von Ossietzky Einheitsschule in Werder/Havel mit Werner Bork (hinteren Reihe, sechster von links).
Heiner Kuhfuß. Er wird am 10. Juni 1951 zusammen mit seiner Schwester Johanna im Zuge der Ermittlungen gegen eine Widerstandsgruppe in Werder
verhaftet. Zusammen mit seiner Schwester, Wilhelm Schwarz und Joachim Trübe wird er am 15. Januar 1951 durch ein Sowjetisches Militärtribunal zum Tode durch erschießen verurteilt. Das Urteil wird am 10. April 1952 in Moskau vollstreckt.
Johanna Kuhfuß und Werner Bork. Johanna Kuhfuß wird zusammen mit ihrem Bruder Heiner, Wilhelm Schwarz und Joachim Trübe am 15. Januar 1951 durch
ein Sowjetisches Militärtribunal zum Tode durch erschießen verurteilt. Das Urteil wird am 10. April 1952 in Moskau vollstreckt.
Ein Foto aus unbeschwerten Jugendzeiten: Werner Bork (links) und Karl-Heinz (Heiner) Kuhfuß.
Werner Bork begann zusammen mit Herbert Herrmann 1949 Flugblätter gegen das SED-System zu schreiben und zu verteilen. Mit Unterstützung der KgU
bauten sie in Werder eine Widerstandsgruppe auf.
Studentenausweis von Werner Bork. 1949 beginnt er ein Studium an der Deutschen Hochschule für Politik.
Drei Wochen vor den für den 15. Oktober 1950 angesetzten Wahlen zur Volkskammer beginnen die Jugendlichen aus Werder mit dem Abschießen von
Flugblattraketen. Diese haben sie von der KgU aus West-Berlin erhalten. Die Flugblattraketen werden manuell gezündet, steigen weit auf und explodieren, sodass Hunderte von Flugblättern zu Boden schweben.