Fundstücke
Die Postkarte, die Dietrich Gerloff während der Fahrt mit der MS Seebad Binz an eine Bekannte in West-Berlin schreibt. Die Staatssicherheit fängt
die Karte ab und beschlagnahmt sie. Sie dient im Prozess gegen die zehn Jugendlichen, die vom MfS als „Gangster und Piraten“ bezeichnet werden, als Beweismaterial.
Puma Schablone: mit Schablonen wie dieser fertigen HipHopper ihre eigene Puma-Kleidung. Damit provozieren die B-Boys, denn Marken symbolisieren den
klassenfeindlichen Kapitalismus.
Ab Mitte der 1950er Jahre bemüht dich die DDR mehr und mehr um außenpolitische Anerkennung. Die unverhältnismäßig hohen Zuchthausstrafen passen
nun nicht mehr in die politische Landschaft. Auch die Strafen der acht Oberschüler aus Güstrow werden herabgesetzt. Nach mehr als sechs Jahren können Peter Moeller und seine Freunde 1956 das Zuchthaus Brandenburg-Görden verlassen. Als Letzter von ihnen wird Rolf Beuster 1957 freigelassen. Entlassungsschein von Peter Moeller.
Der sogenannte Penner- oder Hirschbeutel gehört Anfang der 1980er Jahre in der Tramperszene zum unerlässlichen Outfit. Er wird aus dekorativen
Wandschonern und Kissenbezügen hergestellt, die man bei Oma auf dem Sofa findet. Er weist malerische Naturmotive auf, gerne auch den röhrenden Hirsch.
Zum 40. Jahrestag der DDR gerät eine neue Währung in Umlauf: der 40-Quark-Schein. Auf der Vorderseite ist der sowjetische Diktator Stalin
abgebildet, auf der Rückseite ein durch Waldsterben entnadelter Wald, dessen Silhouette in ein Industriegebiet mit qualmenden Schornsteinen übergeht. Als Vorlage diente ein DDR-Geldschein.