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Katrin Hattenhauer - "Die Oppositionellen müssen Gesicht zeigen!"

Katrin Hattenhauer - "Die Oppositionellen müssen Gesicht zeigen!"

Katrin Hattenhauer erzählt, warum sie ihre Oppositionsarbeit aus der Konspiration heraus in die Öffentlichkeit verlegt – und selbst Gesicht einer entstehenden Bewegung wird.

Inhalt

Wenn wir wollen, dass sich jetzt eine Bewegung bildet, dass die Leute sich wirklich, wörtlich gesprochen, in Bewegung setzen, dann kann es nicht bei einem Friedensgebet in der Kirche bleiben, sondern dann müssen wir die Leute raus auf den Platz bewegen und mit sehr viel Glück von diesem Platz tatsächlich in Bewegung setzen. Und wenn wir das wollen, dann müssen wir als Gesicht da sein, dann können wir nicht konspirativ irgendwas anstoßen wollen, was dann hoffentlich sich selbst verselbstständigt, sondern wir müssen sagen: „Okay, hier sind wir. Das ist der Grund, warum wir noch hier sind. Das sind die Gründe, wofür wir kämpfen. Und wenn ihr der gleichen Meinung seid, dann schließt euch uns an und wir wollen das in Bewegung setzen.“ Da war ich der festen Überzeugung: Wir müssen dieser Bewegung ein Gesicht geben. Wir müssen aus dieser konspirativen Ecke unserer Arbeit raus. Wir müssen verstehen, dass sich jetzt ein Zeitfenster öffnet, eine Möglichkeit öffnet, die nicht sicher zum Erfolg führt, aber die sozusagen von uns genutzt werden muss, wenn wir wirklich was verändern wollen. Das war ein großer Streitpunkt in unserer Gruppe, die ja immer nur konspirativ gearbeitet hatte. Und wo das besprochen wurde, auf eine Weise: Gott, wir können jetzt ja nicht irgendwelche Schachfiguren sinnlos verlieren. Und ich gesagt habe: „Wer, wenn nicht wir, gibt dieser Bewegung das Gesicht? Wenn wir diese Bewegung wollen, müssen wir das Gesicht sein, und der Preis wird sein, da wir nicht wissen, ob es klappen kann, dass wir es versuchen, auf die Gefahr hin. Und entweder es reicht oder es reicht nicht. Aber was ist die andere? Was ist die Alternative? Warten auf was? Dass es irgendwer anders macht?“ Also, wenn du Dinge gemacht haben willst und wenn du glaubst, dass das notwendig und richtig ist, dann war für mich immer klar, das war etwas, was ich in meinem Elternhaus gelernt habe: Wenn du irgendwas willst, was jemand machen soll, dann gehst du mal am besten ins Badezimmer, guckst in den Spiegel und wenn du die Person da nicht findest, dann findest du sie garantiert nirgendwo.

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  • Produktion: 2021

  • Spieldauer: 3 Min.

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