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In Nordhausen gab es eine kleine Umweltgruppe, aber eine sehr starke Umweltgruppe. Das hatte eine junge Frau gegründet, die zum Beispiel im Harz Bäume gepflanzt hat und die tatsächlich an Natur und Umweltfragen interessiert war und die in ihrer Gruppe Jugendliche vereinigt hat, aus der katholischen Kirche oder aus der evangelischen Kirche, die zu ihr kamen. Ich bin in dieser Zeit dort gelandet, als ich im Krankenhaus war und die Pfarrerin, also die Frau des Pfarrers, über die Seelsorge kennengelernt habe, die mich auf diese Gruppe aufmerksam gemacht hat und gesagt hat: „Wenn das dein Interesse ist und so, das sind Leute, die ganz ähnlich denken.“ Ich kam vom Land sozusagen. Ich war sehr naturinteressiert, mich hat so was unglaublich interessiert. Der Harz war damals in dieser Zeit stark in den Nachrichten – natürlich nur in den Westnachrichten – der saure Regen und die Entlaubung des Waldes. Ich habe mich für solche Vorgänge interessiert. Ist das wirklich wahr? Passiert das im Harz? Und was kann man dagegen machen? Eigentlich war das eine Gruppe, die sehr tatkräftig, praktisch Aufforstung gemacht hat, die also die Bäume im Harz gepflanzt hat und dann so kleine Setzlinge herangezogen haben und die dann da vermehrt haben. Das war also eine sehr, sehr praktische Gruppe, bei der man trotzdem sehr viel darüber lernte, was wichtige Umweltfragen unserer Zeit sind. Was bedeutet Umweltverschmutzung? Wie sieht das in der DDR aus? Wie geht die DDR überhaupt damit um? Und das war für mich eine interessante Zeit zu lernen, dass die DDR damit gar nicht umging, dass sie einfach so tat, als würde das nicht existieren. Und das war ja auch etwas, was ich dann noch als Jugendliche miterleben konnte, als
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Produktion: 2021
Spieldauer: 4 Min.
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