Meine Mutter war Krankenschwester und meine Großmutter hatte einen Bauernhof. Also, wenn ich nicht bei meiner Mutter zu Hause war, waren wir auf dem Hof meiner Großmutter. Das heißt, wir alle sind im Grunde auf dem Land groß geworden, mit Tieren und mit der Arbeit, die zu einem Hof gehört. Die politischen Ansichten kann man vielleicht so beschreiben: wie viele der Bauern in der DDR, die ja ihr Land an die Genossenschaft, die Interner Link: LPG, verloren haben, ist das Verhältnis zur DDR oder zum Staat gebrochen gewesen. Dadurch, dass man im Grunde sein Eigentum verloren hatte. Ich bin nicht christlich erzogen worden, und ich habe selbst zur Kirche gefunden, im Alter von 14, 15 Jahren. Ich war in dieser Zeit sehr krank. Also eigentlich für DDR-Verhältnisse lebensbedrohlich krank. Ich war ein Jahr im Krankenhaus und habe in dieser Zeit die Frau des Pfarrers kennengelernt, die praktisch die Krankenhausseelsorge machte, habe viele sehr interessante Gespräche als Jugendliche mit ihr geführt und bin auf diese Weise zur Kirche gekommen. Ich habe mich dann auch selbst taufen und konfirmieren lassen, als ich ein Jahr später auch das Krankenhaus verließ und kann aber sagen, dass Religion in meiner Familie keine Rolle gespielt hat. Klar sind wir Weihnachten in die Kirche gegangen, aber das hatte einen Festlichkeitscharakter. Nicht so sehr einen Charakter, dass man daran stark geglaubt hat.