Arbeitskreis Gerechtigkeit hat ziemlich schnell angefangen konspirativ zu arbeiten. Es gab eine ganz klare Struktur, ganz klare Absprachen. Es gab sehr viel Aufmerksamkeit, wer wann wie mit wem redet, um sicherzustellen, dass möglichst keine Interner Link: Spitzel in unseren Reihen die Informationen nach außen geben können. Da ging es dann auch wirklich noch mal um deutlich mehr. Wir haben Flugblätter gedruckt, Zeitungen und Zeitschriften gedruckt, wir haben dafür Druckmaschinen über die westlichen Journalisten nach Leipzig bringen lassen etc. Das hatte dann schon noch mal eine andere Stufe als die Arbeit der Interner Link: Arbeitsgruppe Menschenrechte. Und wir haben aber sehr, sehr viel zusammengearbeitet. Und das war eigentlich das große Glück auch für den Interner Link: Arbeitskreis Gerechtigkeit, dass wir dann in Kooperation, würde ich heute sagen, mit der Interner Link: Arbeitsgruppe Menschenrechte die Infrastruktur der Lukaskirchgemeinde nutzen konnten. Aber als Gruppe waren wir unabhängig. Es gab einen Sprecher_Innen-Kreis. Das fand ich auch sehr fortschrittlich zu der Zeit: Es waren ja überhaupt in der ganzen DDR-Bürgerrechtsbewegung ein relativ ausgeglichenes Geschlechterverhältnis. Es waren relativ viele Frauen auch aktiv. Das war bei uns im Interner Link: Arbeitskreis Gerechtigkeit ganz klar auch so. Da wurde von vornherein drauf geachtet, dass ein gleiches Verhältnis von Frauen und Männern im Sprecherkreis ist.