Das war für mich tatsächlich eine gleichzeitige Entwicklung: einerseits mich noch im System einzubringen, in der Interner Link: FDJ und dann sogar als FDJ-Sekretärin meiner Klasse und gleichzeitig eben diesen Zugang zur Interner Link: Jungen Gemeinde gefunden zu haben über den Konfirmationsunterricht. Und das widersprach sich für mich erst mal überhaupt nicht, weil ich hatte ja auch nur vor in diesen Unterricht zu gehen, um dann sagen zu können mache ich nicht, ich glaube ja nicht. Ich wollte mich engagieren, ich wollte was bewegen und das ist was, was mich bis heute einfach sehr, sehr ausmacht und für mich einfach eine starke Triebfeder ist. Und ich wollte mich natürlich dort engagieren, wo ich war, nämlich im Schulsystem, in meiner Klasse und habe da viel Kraft hineingegeben. Bin in sehr, sehr viele Auseinandersetzungen gegangen, nicht nur im Interner Link: Staatsbürgerkunde-Unterricht, sondern generell viel mit unserer Klassenlehrerin. Und war da ebenso ein stückweit auch tatsächlich Klassensprecherin, weswegen ich eben auch diese FDJ-Sekretärin war. Und dann habe ich eben, je mehr ich im Konfirmationsunterricht die Möglichkeit hatte, mit anderen zu reden und zu merken okay, ich bin nicht komisch, ich spinne nicht. Es gibt andere, die das ähnlich sehen. Je mehr ich gleichzeitig in der Schule an diese Grenzen des Systems gestoßen bin und gemerkt habe, das ist überhaupt nicht gewünscht, hier offen zu diskutieren, desto mehr habe ich mich davon entfernt und distanziert. Und irgendwann habe ich mein Amt als FDJ-Sekretärin niedergelegt. Das war dann in der achten Klasse. Das war dann mit 14, als ich dann die Konfirmation gemacht habe und die Interner Link: Jugendweihe gemacht habe. Also ich habe beides gemacht. Aber ich habe eben dann gesagt, das kann ich nicht mehr verantworten. Hier in dieser Position bin ich nicht richtig. Ich bin nicht aus der FDJ ausgetreten. Aber ich habe eben gesagt, ich kann diese Funktion nicht mehr übernehmen.