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Das Straßenmusikfestival war die Idee von einigen, die in den Leipziger Gruppen, vor allen Dingen in der in der Initiativgruppe Leben engagiert waren und da gab es eben auch selber Liedermacher darunter, die viel gesungen haben mit Gitarre und die dadurch ja auch wieder andere Liedermacher kannten und die gesagt haben, Mensch, ey, lasst uns doch mal im Sommer hier alle zusammen in der Innenstadt von Leipzig treffen und gemeinsam Musik machen. Und da ging es natürlich auch um Protestlieder, aber es ging vor allen Dingen auch darum, einen Protest gegen dieses hohle und unlebendige, scheintote System auszudrücken, indem man da eben eine Lebendigkeit mit Liedern und mit spontanem Zusammenkommen, dem entgegengesetzt hat. Das war eigentlich die Idee beim Straßenmusikfestival. Und so wurde dann eben auch über das große Netzwerk, das wir ja damals in der DDR auch hatten, eben dazu aufgerufen, zum Straßenmusikfestival nach Leipzig zu kommen, das natürlich keine offizielle Genehmigung hatte. Und da sind dann ganz viele Liedermacher gekommen und es war ein unglaublich toller Tag in der Innenstadt, bis dann gegen Abend die Zuführungen erfolgten, aber vorher war halt wirklich an ganz vielen Orten auf der Rasenfläche vor der Thomaskirche saßen saßen Liedermacher, Jochen Lesch damals aus Leipzig als einer der Initiatoren, um die sich ganz viele Menschen gesammelt haben. Natürlich Menschen aus den Basisgruppen, die da gezielt hingegangen sind, aber auch viele Passantinnen und Passanten, die an dem Tag in der Innenstadt waren, die sich dann dazu gesellt haben. Und das war so eine der Aktionen, wo die wo die Aktivitäten der Basisgruppen auch tatsächlich die Menschen in Leipzig vor Ort erreicht haben und es war ein unglaublich befreiendes, beschwingendes Gefühl, dass wir da miteinander hatten, bis dann eben gegen Abend die Zuführung durch die Polizei erfolgten. Genau.
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Produktion: 2021
Spieldauer: 3 Min.
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