Seit Anfang der 1980er Jahre haben die Oppositionsgruppen in der DDR immer stärkeren Zulauf. Eine wesentliche Ursache ist das von vielen Menschen als Bedrohung empfundene Wettrüsten der Supermächte. Viele DDR-Bürger glauben nicht, dass, wie es in den offiziellen Ostmedien immer heißt, allein hochgerüstete sozialistische Staaten den Frieden verteidigen können. Sie wollen, dass Atomwaffen weder im Osten noch im Westen aufgestellt werden.

In mehreren Orten im Land schließen sich Friedensaktivisten zusammen. Unabhängige Friedenskreise bilden sich vor allem unter dem Dach der Kirche, und die meisten Mitglieder sind jung. Die politisch aktivste unter diesen Gruppen ist die Jenaer Friedensgemeinschaft, die zum Teil aus der Jenaer Jungen Gemeinde Stadtmitte hervorgeht. In den Jahren 1982/83 gehen die Jugendlichen mit zahlreichen Aktionen in die Öffentlichkeit – bis sie verhaftet und in den Westen abgeschoben werden.

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