Wegen der zunehmenden Umweltzerstörung und aufgrund des permanenten Informationsmangels – beziehungsweise der Desinformation durch die staatliche Pressezensur – gründen Ostberliner Oppositionelle im September 1986 die Umwelt-Bibliothek Berlin (UB).

Unter dem Dach der evangelischen Zionskirchengemeinde in Berlin sammeln sich Umwelt- und Bürgerrechtsaktivisten, denen es um die Auseinandersetzung mit den drängenden gesellschaftspolitischen Fragen in der DDR geht. Die Umwelt-Bibliothek sammelt nicht nur schwer zugängliche Literatur, sie organisiert auch zahlreiche Veranstaltungen. Die Mitglieder geben die Zeitschrift Umweltblätter heraus und drucken für sich wie für andere Oppositionsgruppen Flugblätter und Zeitschriften – teilweise illegal.

Ein groß angelegter Versuch der Stasi, mit der Verhaftung von Mitarbeitern die Arbeit der UB zu beenden, scheitert. Und so wird die UB zu einem wichtigen Kommunikations- und Organisationszentrum der DDR-Oppositionsbewegung.

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