d

Frank Ebert

Frank Ebert 1987 in Halle. Quelle: Privatbesitz
Frank Ebert 1987 in Halle. Quelle: Privatbesitz
Frank Ebert 1987 mit seiner Freundin in Halle. Quelle: Privatbesitz
Frank Ebert 1987 mit seiner Freundin in Halle. Quelle: Privatbesitz
Frank Ebert (Mitte) 1987 mit Freunden in Halle. Quelle: Privatbesitz
Frank Ebert (Mitte) 1987 mit Freunden in Halle. Quelle: Privatbesitz
Fotoduell: Während der Mahnwache in der Gethsemanekirche observiert die Stasi die Umgebung und fotografiert Frank Ebert, der wiederum die Stasileute fotografiert. Quelle: BStU, MfS, BV Berlin, Fo 30, Bild 6
Fotoduell: Während der Mahnwache in der Gethsemanekirche observiert die Stasi die Umgebung und fotografiert Frank Ebert, der wiederum die Stasileute fotografiert. Quelle: BStU, MfS, BV Berlin, Fo 30, Bild 6
Am 7. September 1989 verhaftet die Staatssicherheit Frank Ebert bei einer Demonstrataion gegen die gefälschten Kommunalwahlen vom 7. Mai auf dem Alexanderplatz in Ost-Berlin. Erkennungsdienstliche Behandlung von Frank Ebert durch die Staatssicherheit....
Am 7. September 1989 verhaftet die Staatssicherheit Frank Ebert bei einer Demonstrataion gegen die gefälschten Kommunalwahlen vom 7. Mai auf dem Alexanderplatz in Ost-Berlin. Erkennungsdienstliche Behandlung von Frank Ebert durch die Staatssicherheit. Quelle: BStU, MfS, Außenstelle Berlin, KD Prenzlauer Berg 7271, Bl. 133
Nach seiner Verhaftung wegen der Teilnahme an einer Demonstration gegen die gefälschten Kommunalwahlen wird Frank Ebert durch die Staatssicherheit verhört. Quelle: BStU, MfS, Außenstelle Berlin, KD Prenzlauer Berg 7271, Bl. 134, Seite 1 von 3
Nach seiner Verhaftung wegen der Teilnahme an einer Demonstration gegen die gefälschten Kommunalwahlen wird Frank Ebert durch die Staatssicherheit verhört. Quelle: BStU, MfS, Außenstelle Berlin, KD Prenzlauer Berg 7271, Bl. 134, Seite 1 von 3
Nach seiner Verhaftung wegen der Teilnahme an einer Demonstration gegen die gefälschten Kommunalwahlen wird Frank Ebert durch die Staatssicherheit verhört. Quelle: BStU, MfS, Außenstelle Berlin, KD Prenzlauer Berg 7271, Bl. 135, Seite 2 von 3
Nach seiner Verhaftung wegen der Teilnahme an einer Demonstration gegen die gefälschten Kommunalwahlen wird Frank Ebert durch die Staatssicherheit verhört. Quelle: BStU, MfS, Außenstelle Berlin, KD Prenzlauer Berg 7271, Bl. 135, Seite 2 von 3
Nach seiner Verhaftung wegen der Teilnahme an einer Demonstration gegen die gefälschten Kommunalwahlen wird Frank Ebert durch die Staatssicherheit verhört. Quelle: BStU, MfS, Außenstelle Berlin KD Prenzlauer Berg 7271, Bl. 136, Seite 3 von 3
Nach seiner Verhaftung wegen der Teilnahme an einer Demonstration gegen die gefälschten Kommunalwahlen wird Frank Ebert durch die Staatssicherheit verhört. Quelle: BStU, MfS, Außenstelle Berlin KD Prenzlauer Berg 7271, Bl. 136, Seite 3 von 3
Frank Ebert auf der Demonstration am 24. Oktober 1989 in Berlin. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Siegbert Schefke
Frank Ebert auf der Demonstration am 24. Oktober 1989 in Berlin. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Siegbert Schefke
Frank Ebert mit seinen Freunden auf der Demonstration am 24. Oktober 1989 in Berlin. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Siegbert Schefke
Frank Ebert mit seinen Freunden auf der Demonstration am 24. Oktober 1989 in Berlin. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Siegbert Schefke
Frank Ebert ist Mitbegründer des Matthias-Domaschk-Archivs in Berlin (23. September 1997). Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Rolf Zöllner
Frank Ebert ist Mitbegründer des Matthias-Domaschk-Archivs in Berlin (23. September 1997). Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Rolf Zöllner
Frank Ebert am 25. Oktober 2004. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Gunnar Uhlenhut
Frank Ebert am 25. Oktober 2004. Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Gunnar Uhlenhut

Ost-Berlin 1988. Frank Ebert gehört zur letzten Generation der Jugendopposition in der DDR, bevor der Staat aufhört zu existieren. Politisiert durch die Ereignisse in Jena Anfang der 1980er Jahre, von denen er durch seine ältere Schwester erfährt, kommt der 18-jährige 1988 zur Umwelt-Bibliothek Berlin (UB). Von der UB hat er durch die westlichen Fernsehberichte vom Stasi-Überfall in der Nacht vom 24. zum 25. November 1987 erfahren.

Die Stasi-Razzia hat einen ganz anderen Effekt als geplant: Die UB verschwindet nicht von der Bildfläche, sondern wird in der DDR – und über ihre Grenzen hinaus – erst bekannt. Bald gehört Frank Ebert zum engen Kreis derjenigen, die die Umweltblätter drucken (im Oktober 1989 telegraph). Im Sommer und Herbst 1989 ist er an den Protesten gegen den Wahlbetrug beteiligt. Frank Ebert gehört zu den Organisatoren der Mahnwache in der Gethsemanekirche und ist bei den Demonstrationen in Ost-Berlin im Oktober 1989 dabei.

Ende der 1980er finden die Aktionen der jungen Oppositionellen nicht mehr nur unter dem Dach der Kirche statt. Die Aktivisten sind ungeduldiger, kompromissloser und wollen nicht mehr nur in geschlossenen Kreisen diskutieren. Sie wollen ihren Protest in die Öffentlichkeit tragen. Dass das gefährlich ist, bekommt auch Frank Ebert zu spüren – er wird mehrmals festgenommen.

Immer, wenn in dieser Zeit Mitglieder der UB verhaftet werden, wird die Nachrichtenkette der DDR-Opposition nach West-Berlin aktiviert: Jemand ruft eine Kontaktperson wie beispielsweise Roland Jahn an und informiert sie über die Verhaftung. Die Kontaktperson benachrichtigt wiederum die bundesdeutschen Medien, und innerhalb kürzester Zeit kommt die Meldung in den Nachrichten. Da die DDR in der Bundesrepublik als offen und demokratisch angesehen werden will, sind die jungen Oppositionellen mittlerweile vor längerer Haft geschützt. Das gilt allerdings nur für jene, die in Gruppen organisiert sind. Einzelkämpfer ohne Öffentlichkeit tragen bis zum letzten Tag das volle Risiko.

Biografische Angaben zu Frank Ebert finden sie im Personenlexikon.

Zitierempfehlung: „Frank Ebert“, hrsg. v. Bundeszentrale für politische Bildung und Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., letzte Änderung Januar 2018, www.jugendopposition.de/145505

 


Zum Anschauen des Videos benötigen Sie Javascript oder Flash


Kommentieren Drucken Artikel versenden