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5. Januar - 9. Februar
Diplomatischer Durchbruch für die DDR: 17 Staaten, darunter Frankreich und Großbritannien, nehmen Beziehungen auf. Zu Erich Honeckers Neujahrsempfang am 12. Januar erscheinen Vertreter aus 70 Staaten.
7. März
Die DDR lässt dauerhaft die Akkreditierung westlicher Journalisten zu.
8. März
In einer ersten offiziellen Stellungnahme in der FDJ-Zeitung Junge Welt lehnt die DDR Wiedergutmachungszahlungen für Israel ab.
18. April
Direktive der Staatssicherheit, die den Begriff der „Geheimnisträger“ auf einen größeren Personenkreis überträgt und ihnen damit Beziehungen zu West-Bürgern verbietet.
3. Mai
Der Nationale Verteidigungsrat bestätigt den „Schusswaffeneinsatz gegen Grenzverletzer“.
19. Mai
Erstes Königswalder Friedensseminar. Die Seminare finden künftig zweimal jährlich statt. Organisiert werden sie von ehemaligen Bausoldaten. Nehmen beim ersten Treffen 25 Personen teil, so sind es 1979 schon 125. Der Höhepunkt liegt bei 600 Teilnehmern. Das Seminar dient als Anregung für christliche Friedensseminare in anderen Orten, zum Beispiel in Meißen, Karl-Marx-Stadt, Naumburg, Saalfeld und Vipperow.
28./29. Mai
Durch eine beiläufige Bemerkung („… Rundfunk und Fernsehen der Bundesrepublik, die ja bei uns jeder nach Belieben ein- oder ausschalten kann …“) beendet Erich Honecker vor dem Zentralkomitee die Zeit der „Aktion Ochsenkopf“, in der der Empfang von West-Fernsehen auch mit gewaltsamen Mitteln unterbunden wurde.
21. Juni
Der Vertrag über die Grundlagen der Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der DDR tritt in Kraft.
28. Juli - 5. August
X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Ost-Berlin.
1. August
Walter Ulbricht stirbt im Alter von 80 Jahren.
4. September
Gemeinsame Grenzkommission beginnt mit der Markierung der Grenze zwischen der DDR und der Bundesrepublik.
18. September
Die DDR und die Bundesrepublik werden in die UNO aufgenommen.
30. Oktober - 5. November
Vor dem Stadtgericht in Ost-Berlin findet der erste große Prozess gegen „erwerbsmäßige westliche Fluchthelfer“ statt.
5. November
Die DDR verdoppelt die Mindestumtauschsätze für private Besucher aus nichtsozialistischen Staaten und West-Berlin.
13. Dezember
Das bisher blaue Halstuch tragen künftig nur noch die Jungpioniere. Thälmann-Pioniere bekommen in der vierten Klasse ein rotes Tuch.
19. Dezember
Das „Devisengesetz“ wird gelockert. Auch DDR-Bürger dürfen im „Intershop“ einkaufen.
1973 verlassen 15.189 Menschen die DDR in Richtung Bundesrepublik.
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11. Mai
Der Bundestag beschließt die Ratifizierung des Grundlagenvertrags mit der DDR.
18. - 22. Mai
Zum ersten Mal besucht der Generalsekretär des Zentralkomitees der KPdSU, Leonid Breschnew, die Bundesrepublik.
28. Mai
Die Bayerische Staatsregierung ruft das Bundesverfassungsgericht an, um die Verfassungsmäßigkeit des Grundlagenvertrags prüfen zu lassen.
7. Juni
Bundeskanzler Willy Brandt trifft zu einem bis zum 11. Juni andauernden Staatsbesuch in Israel ein. Er ist der erste deutsche Bundeskanzler, der Israel einen offiziellen Besuch abstattet.
31. Juli
Das Bundesverfassungsgericht erklärt den Grundlagenvertrag für verfassungsgemäß.
11. Dezember
Die Bundesrepublik nimmt diplomatische Beziehungen zur Tschechoslowakei auf.
21. Dezember
Die Bundesrepublik nimmt diplomatische Beziehungen zu Ungarn und Bulgarien auf.
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1. Januar
Beitritt Großbritanniens, Irlands und Dänemarks zur EG.
15. Januar
Auf Anordnung von US-Präsident Richard M. Nixon stellen die Vereinigten Staaten die Kriegshandlungen gegen Nordvietnam vollständig ein.
27. Januar
In Paris unterzeichnen die USA, Nordvietnam und Südvietnam ein Abkommen über die Beendigung des Kriegs.
9. Februar
Frankreich und Großbritannien nehmen diplomatische Beziehungen zur DDR auf.
22. Juni
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen empfiehlt ohne Abstimmung der Vollversammlung die Aufnahme beider deutscher Staaten. Am 18. September werden beide Staaten aufgenommen. Israel protestiert: Nur die Bundesrepublik habe die Verantwortung für den Nationalsozialismus übernommen, die DDR nicht.
3. Juli
Eröffnung der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) in Helsinki.
11. September
In Chile putscht das Militär erfolgreich gegen den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende.
25. September
Die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion beginnen mit den SALT II-Gesprächen (Strategic Arms Limitation Talks) in Genf.
30. Oktober
Zwölf NATO-Staaten, ohne Frankreich und Island, und sieben Länder des Warschauer Pakts nehmen in Wien die Gespräche zur beiderseitigen ausgewogenen Truppenreduzierung (Mutual Balanced Force Reductions / MBFR) auf.
1. November
Das Grab von Jan Palach, der sich 1969 aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings selbst verbrannte, wird nach monatelangen Besuchsverboten aus Prag entfernt.
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